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Neu im Programm: Dump
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Dump - Hope, Joe

Gregor Kessler (Spex, ByteFM, Zeit) über die Wiederveröffentlichung des legendären Albums von Dump, dem Soloprojekt von James Mc New (Yo La Tengo):
„Und da beschweren sich die Leute, dass Freundschaften heute per Mausclick geschlossen werden. Als ob es in den 90ern persönlicher
gewesen wäre. James McNew etwa, wurde 1994 mein sehr guter Freund. Nicht dass ich ihn zuvor schon mal gesprochen hätte –
aber er coverte Jandek UND die Silver Apples. Wir hatten viele Gemeinsamkeiten! James McNew ist ein Fan. Wenn die Name-
Dropping-Liste, die von Albert Ayler bis Young Marble Giants reicht und in seiner ersten 7“ steckte, das nicht klar gemacht hatte, dann spätestens das Leuchten seiner Augen, wenn ein Name wie die Shaggs ausgesprochen wurde. Doch zum Glück ist McNew ist nicht von Obskuritäten besessen, sondern von Musik.
Als 1993 sein Debütalbum „Superpowerless“ erschien, reichten die Coverversionen darauf von Sun Ra bis zu dieser Schnulze, die Audrey Hepburn für ein paar Millionen Kinogänger schmachtete: „Moon River“. Man könnte McNews hohe, sexy Stimme „superpowerless“ nennen, seine Ohren sind es sicher nicht. All die unterschiedlichen Geschmacksvorlieben, die er mit ihnen entwickelt hat, werden in seiner eigenen Musik von Klang eines 4-Spuhr-Recorders zusammengehalten. Richtig, Dump war Teil der Lo-Fi-Generation. Nichts verdeutlicht das besser, als die Bonustracks zu seinem zweiten Album „I Can Hear Music“. Aufgenommen während des legendären holländischen Fast Forward Festivals 1994 in – natürlich! – einem Wohnzimmer, enthielten diese Lieder alles, was an diesem kurzen Hochamt des Taperauschens toll war: Kollaborationen die nicht im Entferntesten auf Virtuosität basierten (hatte Chris Knox jemals zuvor eine Trompete in der Hand gehabt?); Bassdrums aus Pappschachteln; der Sieg des Enthusiasmus’ über die Perfektion (wurden Half Japanese je mit mehr Verve gecovert?); Barbara Manning. Das einzige was mit diesen beiden Dump Alben nicht stimmte, war das Format. Doch weil Gerechtigkeit nicht verjährt, fühlt es sich gut an, dass diese ehemals CD-only Alben nun endlich auch auf Vinyl erscheinen. Sie verdienen es. Schließlich ist James ein Freund. Hatte ich erwähnt, dass er Bass bei Yo La Tengo spielt?“

Album-Release (I Can Hear Music): 16. April 2013 und mehr Informationen zum Künstler findet ihr unter folgenden Web-Adressen.

Leider keine Web-Auftritte gefunden
Video: Hope, Joe

"Dump - Hope, Joe" läuft ab sofort auch in unserem Programm.

PM: Clausen & Claussen/ die Redaktion
Bildquelle: Clausen & Claussen

 
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